Olaf Scholz
02.08.2018

Grußwort zum "100. Geburtstag von Nelson Mandela" zum Festkonzert im Konzerthaus Berlin (Programmheft)

Es war einer der ganz großen Momente der Menschheitsgeschichte: Die Wahl Nelson Mandelas zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas am 10. Mai 1994. Er wurde von schwarzen und weißen Südafrikanern gewählt, in einem freien und demokratischen Verfahren.

 

„Free Nelson Mandela“ diese Worte waren über die Jahre seiner 27-jährigen Gefangenschaft Ausdruck internationaler Solidarität mit dem Menschenrechtsverteidiger und seinem Kampf für ein freies Südafrika. Nelson Mandela war der Wegbereiter des weitgehend friedlichen Übergangs, in einem von Kolonialisierung und Apartheid schwer gezeichneten Land. Seine Fähigkeit zu versöhnen und zu überzeugen begeisterte die Welt.

 

Präsident Mandela war auch einer der wenigen ausländischen Gäste, die bis heute im Deutschen Bundestag sprachen. Er dankte allen Deutschen, die den Kampf für die Überwindung der Rassentrennung unterstützt hatten und bat um wirtschaftliche Unterstützung. Heute ist Südafrika für Deutschland ein unverzichtbarer Partner. Wir kämpfen gemeinsam gegen Armut und für nachhaltige Entwicklung, wie etwa im Rahmen des G20 Compact with Africa.

 

Unsere Nationen pflegen eine enge und tiefe Freundschaft. Dafür steht besonders auch die Botschaft Nelson Mandelas. Schulen im ganzen Land tragen seinen Namen, es war seine Person, die viele Deutschen für das Unrecht des Rassismus sensibilisiert hat und sein Werk bestärkt Unzählige im friedlichen Kampf für Völkerverständigung, Menschenrechte und Demokratie. 

 

Ausdruck der großen Freundschaft zwischen Südafrika und Deutschland sind auch die Briefmarken mit seinem Portrait, die wir gemeinsam und gleichzeitig in den beiden Ländern herausbringen.

 

In diesem Jahr wäre Nelson Mandela 100 Jahre alt geworden. Die Erinnerungen an ihn leben weiter und seine Ideale sind unsterblich. Versöhnung ist nun unsere Aufgabe.

 

 

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