Talk in Altona mit Ulla Schmidt
Der "Talk in Altona" im Altonaer Theater war mit ca. 300 Gästen gut besucht. Ulla Schmidt kam auf Einladung von Olaf Scholz nach Hamburg, um mit Bürgerinnen und Bürgern über "Gute Pflege für alle" zu diskutieren. In ihrer Eingangsrede sprach Ulla Schmidt über wichtige Punkte der Pflegereform. Die Verbesserung der Qualität der Pflege sei ihr besonders wichtig. Die Pflegereform habe spürbare Erleichterungen und Verbesserungen für Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und für die Pflegeberufe gebracht, so Ulla Schmidt.
Um gute Pflege zu gewährleisten benötige man gut ausgebildete, motivierte Pflegekräfte. Olaf Scholz wies darauf hin, dass es gelingen müsse, Anreize für junge Menschen zu schaffen, einen Beruf in der Pflege zu erlernen. Ulla Schmidt: "Ich finde es beschämend, wie schlecht die Arbeit in der Pflege manchmal bezahlt wird. Das ist einer wohlhabenden Gesellschaft, wie wir sie haben, nicht angemessen." Olaf Scholz und Ulla Schmidt plädierten deshalb für Mindestlöhne: "Ich habe für Mindestlöhne in der Pflege gestritten." so Ulla Schmidt. "Klar ist für mich auch, dass der Mindestlohn nicht Standard werden darf. Der soll lokal die absolute Mindestgrenze markieren. Ich will ordentliche Tariflöhne!"
Eine Erfolgsgeschichte ist das Model der Betreuungsassistenz, das vom Bundesministerium für Gesundheit und vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales verwirklicht wurde. Durch Weiterbildungsmaßnahmen besteht die Möglichkeit zur Ausbildung zum Betreuungsassistent in der Pflege von demenz- oder psychisch kranken Menschen. Seit dem Start der Pflegereform im Juli 2008 sind rund 11.000 zusätzliche Betreuungskräfte zur besseren Versorgung demenziell erkrankter Menschen in Heimen eingestellt worden. "In den Pflegeheimen überall in unserem Land sorgt der Einsatz der zusätzlichen Pflegeassistenten für große Erleichterung." so Olaf Scholz.
Nach der Rede von Ulla Schmidt entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Die Veranstaltung dauerte länger als geplant. Olaf Scholz und Ulla Schmidt versuchten auf möglichst viele Fragen einzugehen. Viele der Anwesenden berichteten von der Pflege ihrer eigenen Eltern oder Kinder, ihrer eigenen Pflege, die sie auf Grund von Behinderung in Anspruch nehmen müssen oder ihrer Arbeit in der Pflege. Die spürbare persönliche Betroffenheit in der Diskussion machte die Wichtigkeit des Themas besonders anschaulich.


