Talk in Altona mit Peer Steinbrück
"Ich habe jetzt 25 Minuten geredet, das ist zuviel" kommentierte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück seinen Eröffnungsvortrag selbstkritisch.
Auf Einladung von Olaf Scholz sind am Freitagabend im Kollegiensaal des Altonaer Rathauses rund 150 Gäste zusammengekommen, um gemeinsam mit dem gebürtigen Hamburger Steinbrück über Perspektiven nachhaltiger Finanzpolitik zu diskutieren.
Mit seiner lockeren und charmanten Art gelang es Steinbrück eine Vielzahl finanzpolitischer Themen fundiert und interessant dem Publikum darzustellen. "Wir aben allen Grund selbstbewusst zu sein" so Steinbrück zu der Tatsache, dass die Bundesrepublik sich als Exportweltmeister bezeichnen kann. Auch so eine enorme finanzielle Leistung wie die der Wiedervereinigung, könne sich keine andere Volkswirtschaft auf ihre Fahnen schreiben. Aber Steinbrück wurde auch deutlicher: "Wir brauchen mehr Wachstum, eine robuste Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme, mehr Zukunftsinvestitionen" hier sei es vor allem die Bildung, die für eine nachhaltige Entwicklung Deutschlands wichtig sei. Auch die von der SPD eigentlich nicht gewollte Mehrwertsteuererhöhung sprach Steinbrück an: "Da will ich nichts beschönigen" aber die Haushaltslage mache diese Erhöhung erforderlich. Ein Prozent gehe an den Bund, ein Prozent an die Länder und ein Prozent durch die Senkung der Lohnnebenkosten zurück an die Bürger.
Alle Publikumsfragen wurden in der rund zweistündigen Veranstaltung von Steibrück ausführlich beantwortet. Als die Zeit immer weiter voranschritt, wurde Peer Steinbrück doch etwas ungeduldig, schließlich hatte er noch einen weiteren Termin: bei seiner Mutter.


