SPD-Bundestagsfraktion vor Ort: Patientenverfügung. Für mehr Selbstbestimmung.
Auf Einladung von Olaf
Scholz diskutierten am 30. Oktober rund 200 Gäste zum Thema „Patientenverfügung.
Für mehr Selbstbestimmung“ mit Prälat
Dr. Stephan Reimers, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der
Bundesrepublik Deutschland und der EU, und Dr. med. Peter Tschentscher, Arzt und Vorsitzender SPD Hamburg-Nord.
Viele Menschen haben die
Befürchtung, am Ende ihres Lebens hilflos einer Apparatemedizin ausgeliefert zu
sein. Diese Angst ist nicht ganz unbegründet. Zwar dürfen ärztliche Eingriffe
nur durchgeführt werden, wenn der betroffene Patient zustimmt. Es gibt aber
Situationen, in denen der Patient keine bewusste Entscheidung mehr treffen
kann. Immer mehr Menschen möchten selbst bestimmen, welche ärztlichen Maßnahmen
vorgenommen werden. Schätzungen zufolge haben bereits mehr als sieben Mio.
Menschen eine Patientenverfügung unterschrieben. Allerdings ist bisher noch
nicht geklärt, inwieweit eine solche Verfügung für Arzt und Betreuer
verbindlich ist.
„Es ist wichtig, dass bald eine gesetzliche Regelung getroffen wird. Nur so erhalten alle, die eine Patientenverfügung ausgefüllt haben oder dies wollen, Rechtssicherheit und damit die Möglichkeit der verbindlichen Selbstbestimmung.“ so Olaf Scholz, Altonas Abgeordneter im Bundestag.
Bei der Diskussion wurde deutlich, dass eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema und eine Beratung im Vorfeld besonders wichtig sind. Jeder einzelne muss für sich klären, ob und für welche Fälle er eine Patientenverfügung verfassen möchte. Die unten angegeben Broschüren vermitteln unterschiedliche Sichtweisen auf das Thema.
Weiter Informationen:
Gesetzentwurf von Joachim Stünker (200 KB)
Informationsbroschüre Bundesministerium der Justiz (300 KB)
Evangelische Kirche in Deutschland Christliche Patientenverfügung (800 KB)
Ärztekammer Hamburg Formulierungshilfe Patientenverfügung (35 KB)


