Talk in Altona mit
Henning Scherf zum Thema „Grau ist bunt. Was im Alter möglich ist“
Am 25. Juni war Henning Scherf Gast beim Talk in Altona. Auf Einladung von Olaf Scholz waren rund 260 Interessierte in das Altonaer Museum gekommen, um mit dem ehemaligen Bremer Bürgermeister über seine jüngste Buchveröffentlichung „Grau ist bunt. Was im Alter möglich ist“ zu diskutieren.
Der demografische Wandel bringt es mit sich, dass es
zukünftig mehr ältere Menschen geben wird als jüngere. Vor diesem Hintergrund
betonte Scherf die große Bedeutung des Miteinanders und des Zusammenlebens der
Generationen. Aber es geht nicht nur um das Miteinander zwischen den
Generationen, ebenso wichtig ist es Scherf intelligente Übergänge zwischen
Berufstätigkeit und Rentnerdasein zu schaffen. Die Potenziale älterer Menschen
könnten deutlich stärker als bisher genutzt werden, so z.B. im ehrenamtlichen Bereich.
Dabei plädiert er nicht für die Verlängerung der Lebensarbeitszeit, aber für
ein aktives Alter. „Wir haben unseren Job an den Nagel gehängt, nicht unser
Leben“ kommentierte Scherf, der sich nicht vorstellen könnte „am Strand“ alt zu
werden.
Auf besonderes Interesse stieß die „berühmteste Wohngemeinschaft Deutschlands“ zu deren Mitbegründern Henning Scherf zählt. Er selbst nennt die Wohngemeinschaft seine „Wahlfamilie“, womit der Kern des Projektes umrissen ist. Es geht um ein gemeinsames „Altwerden“, ein gemeinsames „Kümmern“ wenn ein anderer gerade nicht kann und natürlich auch um gemeinsamen Spaß und Freude am Leben – kurzum es geht um eine starke Gemeinschaft. Jeder hat seinen eigenen Wohnbereich, weiß aber wo er klopfen kann, wenn der Schuh mal drückt. „Das Modell des gemeinsamen Alterns finde ich vorbildlich. In der Gemeinschaft lassen sich manche Probleme viel einfacher lösen als allein.“ so Olaf Scholz.
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