25.08.2004
Gesine Schwan kam zum "Talk in Altona" und sprach über Politik und Vertrauen
"Politik und Vertrauen" war das Thema des "Talk in Altona" am 19. August. Gesine Schwan, die für das Amt der Bundespräsidentin nominiert war, füllte den Saal mit über 120 politisc h- interessierten Menschen. Sie sprach über eines ihrer zentralen Themen- über Vertrauen in demokratischen Gesellschaften. Die Politikwissenschaftlerin machte deutlich, dass Vertrauen notwendig sei, um Reformen in einem Staat durchzuführen. "Politische Veränderungen bedürfen Vertrauen, besonders in ausdifferenzierten Kulturen werden Vertrauensnetze immer wichtiger", erklärte Gesine Schwan.
Gebannt hörten ihr die Gäste des "Talk in Altona" zu, die gedrängt im oberen Saal des Monsun Theaters saßen. Sie nickten, fächelten sich Luft zu an diesem sehr warmen Sommerabend und wollten ihre Fragen stellen. Diskutiert wurde u.a., welche Kompetenzen ein Politiker aufweisen sollte, was Politik leisten kann und wie Vertrauen geschaffen werden kann. "Um Vertrauen in unsere Demokratie zu schaffen und die Zuversicht der Menschen zu stärken, bedarf es Ehrlichkeit und klarer Worte", so Schwan. Die Präsidentin der Viadrina Universität in Frankfurt/ Oder beantwortete jede Frage ausgiebig und geduldig, wissenschaftlich, immer mit Charme.
Szenenapplaus gab es, als Gesine Schwan schließlich die Unterschiede zwischen Männern und Frauen in der Politik erklärte. Spätestens ab dem Zeitpunkt war klar, dass die Berlinerin, die Herzen und die Anerkennung der Altonaer und Altonaerinnen gewonnen hatte.


